Osteopathin Rebecca Polewsky

Ich freue mich, Sie in meiner Praxis begrüßen zu dürfen!

Weiterbildung

  • 2012-2014 zweijährige Ausbildung in Haptonomie bei Frans R. Veldman (Schwangerschaftsbegleitung für Paare)

  • 2013-2018 sechsjähriger philosophischer Fellowship, EVOST-Fellow (Evolutionary Medicine within the Osteopathic Field) bei Max Girardin und Jean-Paul Höppner

  • seit 2016 Ausbildung in Neurointegrativer Medizin: NIS (neurologisches Integrationssystem) bzw. mittlerweile Neurofunktionelle Integration, einer Weiterentwicklung von NIS durch Dr. med. Philip Eckardt www.neurolog.de

  • seit 2018 Start der dreijährigen Kursreihe “Die Anwendung evolutionärer Physiologie in der osteopathischen Praxis” bei Max Girardin

Fortbildungen

  • Mehrfache Teilnahme an Dissektionskursen “Anatomie am Präparat”, Heidelberg

  • Mehrfache Teilnahme an osteopathischen Kongressen sowie am Kongress für Menschliche Medizin 2015, Frankfurt

  • Diverse Wochenend-Fortbildungen zu den Themen Stoffwechsel und Ernährung, Hormonsystem,  “Discovering The Health In Trauma” und “Trust Your Hands”

  • Interdisziplinäre Weiterbildungen zum Thema CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)

Ausbildung

  • 2004 Staatlich geprüfte Rettungssanitäterin

  • 2005-2010 Fünfjähriges Vollzeitstudium in Osteopathischer Medizin mit über 5.000 Unterrichtseinheiten am German College of Osteopathic Medicine (GCOM), Schlangenbad: Staatlich anerkannte Osteopathin

  • 2011 Erlangung der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde als Heilpraktikerin

Hier erfahren Sie ein bisschen mehr über mich, meine Ausbildung, Philosophie und meinen persönlichen Weg in die Osteopathie.

Wie ich zur Osteopathie kam

Das Ende der Schulzeit

Es war einmal eine gelernte Osnabrückerin, die sich sehr nach dem Ende der Schullaufbahn sehnte. Auf dem Weg zum Abitur stellte sie sich die Frage, was sie denn mit der neu gewonnenen Freiheit und dem Rest des Lebens Schönes anstellen könnte. Das war ich. Und plötzlich war da aus heiterem Himmel der Wunsch Medizin zu studieren.​
Wegen sehr schlechter Noten in Katholischer Religion konnte ich nicht direkt einen Studienplatz ergattern, weshalb ich nun ausreichend Zeit hatte, meinen Wunsch in der Wirklichkeit zu überprüfen. Das war genau das richtige und dringend notwendig, da mich als Kind Besuche im Krankenhaus immer zu Tränen rührten weil mir die Menschen dort so unfassbar leid taten.

 

Erste Schritte in medizinischen Berufen

Nach einem mehrmonatigen Praktikum in der Krankenpflege hatte ich gelernt, was professionelle Distanz ist und dass ein Krankenhaus kein Ort zum Gesundwerden ist. Nun wollte ich noch mehr lernen und austesten, ob das mit der Medizin wirklich das Richtige für mich ist.
Ich absolvierte daher eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin und war immer noch nicht abgeschreckt. Ganz im Gegenteil: ich war fasziniert vom tiefen Verständnis der Notfallmediziner für die Funktionsweise des Körpers. Außerdem beeindruckte mich die unmittelbare Reaktion der bis eben noch in Lebensgefahr schwebenden Person.

 

Von Zivilisationkrankheiten und Grippalen Infekten

In dieser Zeit sah ich aber auch viele Menschen mit schwersten Ausprägungen sogenannter Zivilisationskrankheiten. Sie waren nicht mehr in der Lage, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und abhängig von einem Haufen Medikamente. Mich trieb damals vor allem die Frage um, wie man bloß so schwer krank werden und vor allem dauerhaft bleiben kann.​

Für mich war Kranksein bis dahin nur eine vorübergehende Episode gewesen, in der ich mich sehr schlapp fühlte und ständig schlief. Ich hatte vielleicht ein bisschen Glieder- und Kopfschmerzen und wurde liebevoll umsorgt. Nach einigen Tagen verschwand die Müdigkeit, die Kräfte und der Appetit kehrten zurück und nach der ersten Dusche fühlte ich mich vital und bestens erholt. Nach Kranksein kam Gesundwerden, das kannte ich nur so.

Allerdings erinnere ich mich, dass ich schon als Kind nicht verstanden habe, warum andere Kinder mit einem grippalen Infekt von ihren Eltern zum Arzt gebracht wurden anstatt sich einfach zu Hause auszukurieren. Und bei denen, die ständig wegen Neurodermitis zum Hautarzt mussten, ohne dass es ihnen damit dauerhaft besser ging, habe ich damals schon gedacht, dass da etwas nicht stimmen kann. Heute weiß ich, was da nicht stimmt.​

Was ich aus der Zeit vor meiner Ausbildung zur Osteopathin gelernt habe

Durch meine diversen Hospitationen wurde mir also bewusst, dass ich später nicht in einem Krankenhaus arbeiten und Schadensbegrenzung betreiben möchte.
Als ich dann 2 Jahre später noch immer noch keinen Studienplatz für Medizin in Aussicht hatte, schaute ich mich wieder einmal nach Alternativen um. Plötzlich landete ich auf der Webseite vom damals in Deutschland einzigen College für Osteopathische Medizin, das eine Vollzeitausbildung anbot. Ich hatte keine Ahnung, was genau mich da erwartete, ich wusste nur, dass es passt und wenige Wochen später saß ich in der ersten Vorlesung.

Meine Philosophie

Primum Nihil Nocere – Do not harm – Zuallererst nicht schaden.

Die Osteopathie kann eine sehr positive Wirkung entfalten, wenn sie gewissenhaft ausgeführt wird. Die einzige Kontraindikation für eine osteopathische Behandlung ist ein unaufmerksamer Therapeut.

In meiner Arbeit achte und respektiere ich die Bedürfnisse und Grenzen meiner Patienten. Ich behandle meine Patienten, damit es ihnen nachher besser geht. Ein „schlecht“ haben wir schließlich schon, aber ein „gut“ oder „besser“ können wir bekommen. Im schlimmsten Fall bleibt der Zustand unverändert. Dann überlege ich mit Ihnen, welche andere Therapieform eine Besserung erzielen könnte.

Keine Sorge. Selbstfürsorge.

Für einen achtsamen Umgang mit Anderen muss ich erst einmal für mich selber Sorge tragen und meine persönlichen Bedürfnisse und Grenzen achten und respektieren. Jeder kennt die Sicherheitshinweise im Flugzeug: Erst sich selber die Sauerstoffmaske aufsetzen, danach den Anderen helfen!

Das Gleiche gilt für jede therapeutische Arbeit: Kein Patient profitiert von einem Therapeuten mit Helfersyndrom, der seinen Selbstwert allein daraus zieht, anderen Menschen zu helfen. Kann dieser Therapeut ein wirkliches Interesse an der Beschwerdefreiheit seiner Patienten haben? Ich möchte keine Abhängigkeiten erzeugen, sondern mit meinem Tun das Leben leichter machen: Weniger bis gar keine Schmerzen, weniger bis gar keine Schmerzmittel, erholsamerer Schlaf, ein wohligeres Körpergefühl, verbesserte Wundheilung, gesteigerte Beweglichkeit usw.
Es ist nichts gegen regelmäßige Behandlungen einzuwenden, gerade bei älteren Menschen oder schwereren Erkrankungen. Das Ziel ist aber immer das bestmögliche Ergebnis und zum Abschied wünsche ich uns ein nicht so baldiges Wiedersehen.

Schmerz ist unvermeidbar. Leiden ist optional.

Als Osteopathin zähle ich mich zu den Optimisten unter den Medizinern und gehe davon aus, dass der Körper grundsätzlich das Bestreben und alle Voraussetzungen in sich hat, gesund zu sein. Mein Berufsethos lässt mich nicht an unheilbare Krankheiten glauben oder daran, dass man mit Schmerzen leben muss. Ja, es gibt kein Leben ohne Tod und keine Gesundheit ohne Krankheit. Mir kommt es aber auf die Schattierungen dazwischen an und all die Möglichkeiten, es leichter und damit besser machen zu können.
Wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass Gesundheit möglich ist, bräuchte ich am Morgen gar nicht in meine Praxis gehen. In aller Regel wird der Patient nämlich die Prognose seines Therapeuten erfüllen. Ich arbeite also gerne „ergebnisoffen”, wie es in der Politik so schön heißt. Das bedeutet aber nicht, dass am Ende nichts dabei herauskommt oder ich mich nicht entscheiden will. Ganz im Gegenteil soll das bestmögliche Ergebnis erzielt werden, gerade weil wir weder den Weg dahin noch das Ziel dadurch limitieren, dass wir von vornherein Möglichkeiten ausschließen.

Nur du alleine kannst es schaffen. Aber alleine schaffst du es nicht.

Dieser Spruch stand auf einer Wand im Treppenhaus der psychosomatischen Klinik, in der ich nach meinem Abitur hospitiert habe. Er wird vor allem in der Suchttherapie oder in Selbsthilfegruppen verwendet, aber ich finde ihn für jede Art von Therapie passend. Auch der kompetenteste, einfühlsamste Therapeut verbessert immer nur die Bedingungen, damit Heilung im Patienten geschehen kann. Er leistet damit Hilfe zur Selbsthilfe, die dann zu Selbstheilung führt. Die ist immer verbunden mit Hinwendung zu sich selbst und dem Gespür dafür, was gut tut und was schadet.

 

Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, Ihnen zu sagen, was Sie zu tun und zu lassen haben. Ich spreche höchstens Empfehlungen aus, die meines Wissens sinnvoll sein könnten, um Ihre Beschwerden zu lindern. Sie überprüfen dann, ob das für Sie stimmig ist und den gewünschten Effekt hat. Wenn nicht, lassen Sie es bitte bleiben. Gut ist, was gut tut. Das kann jeder nur für sich selbst herausfinden.

Weniger ist mehr. Mehr oder weniger.

Es braucht oft nur wenig, um viel zu erreichen. Häufig ist es sogar hilfreicher, einfach nur etwas wegzulassen. Und manchmal müssen wir es auch einfach mal sein lassen. Für meine Arbeit bedeutet das, in einer Behandlung so viele Reize zu setzen wie nötig, aber so wenig wie möglich. Gleiches gilt für die Anzahl der Termine. Begleitende Therapien sollten ausgewählt und effektiv sein.

Und bei allem, was wir selbst für uns tun können, bin ich ein großer Freund von Einfachheit: Ausreichend trinken, genug schlafen, an der frischen Luft bewegen, in Ruhe essen, gut kauen, sich mit lieben Menschen umgeben, nein sagen lernen… Das alles sind menschliche Grundbedürfnisse und Verhaltensweisen, die für unser Wohlergehen wichtig und ohne großen Aufwand zu erfüllen sind.

 
 

Osteopathiepraxis Rebecca Polewsky

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