Osteopathin Rebecca Polewsky

Bevor Sie sich entscheiden, einen ersten Termin zu vereinbaren und mir dabei etwas von sich erzählen, möchten Sie vielleicht erst einmal ein bisschen was von mir erfahren. Hier finden Sie daher Infos über meine Ausbildung, meine Philosophie und meinen persönlichen Weg in die Osteopathie.

Ausbildung

  • Rettungssanitäterin

  • Fünfjähriges Vollzeitstudium am German College of Osteopathic Medicine (GCOM), Schlangenbad

  • Heilpraktikerin

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Ich freue mich, Sie in meiner Praxis begrüßen zu dürfen!

Weiterbildung

  • Haptonomie (Schwangerschaftsbegleitung für Paare) - Frans R. Veldman: haptonomie.com

  • EVOST-Fellow: Evolutionary Medicine within the Osteopathic Field - Jean-Paul Höppner & Max Girardin: morphologicum.org

  • NeuroIntegrative Medizin - Dr. med. Philip Eckardt: neurolog.de

  • "Die Anwendung evolutionärer Physiologie in der osteopathischen Praxis” - Max Girardin: morphologicum.org

  • Transaktionsanalyse - Amrei Störmer-Schuppner: in-tras.de

Warum ich Osteopathie so liebe

Osteopathie ist für mich einfach gute, moderne Medizin

Der Begründer der Osteopathie, Andrew Taylor Still, hat ziemlich lange und intensiv die Natur beobachtet, um zu verstehen, nach welchen Prinzipien sich Leben entwickelt und gestaltet. Wir vergessen zwar oft, dass wir Teil der Natur sind, das ändert nur nichts an dieser Tatsache. Das Schöne ist, dass es die Naturgesetze nicht interessiert, ob wir an sie glauben oder nicht. Sie funktionieren einfach - und ich liebe es, wenn etwas funktioniert!

 

Es ist komplex - nicht kompliziert

Was sonst noch sehr toll ist: Osteopathie wird der Komplexität des Körpers gerecht - und damit auch mir und meinem Anspruch nach Vollkommenheit. Früher hätte ich es als Hang zum Perfektionismus bezeichnet, aber davon bin ich mittlerweile schon zu großen Teilen geheilt. Bei der Osteopathie ist alles unter einem Dach: nicht nur Arme, Beine, Bauch und Rücken. Unser "Playground" ist das Bindegewebe. Wir befassen uns daher mit dem Nervensystem, allen Gefäßen, allen Organen, dem Zwerchfell, den Hirn- und Rückenmarkshäuten und dann natürlich mit dem gesamten Schädel inklusive Gesicht und Kiefer.

 

Same same, but different

Das Ziel von uns Osteopathen sollte sein, Gesundheit anstatt Krankheit zu finden. Das kommt meiner Neigung, zuallererst die Defizite wahrzunehmen, sehr entgegen. Klingt erstmal paradox, ist aber das Gleiche wie die Fähigkeit, Potentiale zu erkennen. Das kann ich nämlich auch sehr gut und mache es - wen wundert’s - deutlich lieber.

 

 

Wie die Osteopathie mich gefunden hat - und ich sie

Als Jugendliche habe ich mir gedacht, wenn ich schon „was werden muss“, dann will ich dabei wenigstens Spaß haben, und zwar soviel wie möglich. Ich war nicht nur schon immer ganz gerne mal trotzig sondern auch sehr neugierig auf Menschen, aufs Leben im Allgemeinen und fasziniert vom menschlichen Körper. Deshalb meinte ich, ein Medizinstudium könnte eine gute Idee sein. Jetzt ist ein Studium der Humanmedizin nicht zwingend das, was einem bei „Spaß“ als Erstes einfällt, eher im Gegenteil. Daher war es im Nachhinein eine glückliche Fügung, dass meine Abiturnote für einen Studienplatz in Medizin nicht ausgereicht hat.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Google...

...habe ich irgendwann von Osteopathie erfahren und es war Liebe auf den ersten Blick: mich hat die Philosophie begeistert, ich fand’s toll etwas mit meinen Händen zu machen und die Idee der Selbständigkeit fand ich immer schon super - allerdings unbedingt im Sinne von „ständig ich selbst“ statt „selbst und ständig“.

 

Nach dem Studium ist vor dem Studium - oder auch:

Keine Sorge, Selbstfürsorge!

Nach meiner fünfjährigen Ausbildung war ich zwar deutlich schlauer als vorher, aber es waren noch so viele Fragen offen. Und es sind ja auch ständig neue hinzu gekommen. Also habe ich weitergelernt und meiner Wissbegierde nachgegeben: mit einigen Weiterbildungen, einer Menge Selbsterfahrung und noch mehr Büchern. Ich habe all das gemacht, was ich meines Erachtens brauchte, um eine wirklich gute Therapeutin zu sein.

Dass der angenehme Nebeneffekt dieser ganzen Reise war, mir selbst viel näher gekommen zu sein, wurde mir erst hinterher klar. Oder war das vielleicht sogar der eigentliche, ursprüngliche Antrieb? Wie ich jedenfalls an mir sehe, hat eine gute Portion von gesundem Egoismus meinem mal mehr mal weniger vorhandenen Helfer-Syndrom nicht geschadet - ich kann es nur empfehlen.

Find it, fix it, leave it alone. Let nature do the rest.

Meine wichtigsten Erkenntnisse

Nach über zehn Jahren kann ich sicher sagen, dass meine Fehler immer besser werden. Außerdem habe ich gelernt, dass es einen Unterschied gibt zwischen Mitfühlen und Mitleiden: der ist groß und in meinem Beruf sehr wichtig. Die größte Herausforderung ist aber sicher gewesen, Geduld zu haben. Zuallererst natürlich mit mir, und dann aber in der Arbeit mit meinem Gegenüber. Denn Nichtstun ist eine Kunst - und die will gelernt sein. Das Schöne (und Entlastende) daran ist, dass Selbstheilung sich umso stärker entfaltet, je mehr ich mich zurücknehme. Je mehr ich mir als Therapeutin meiner Grenzen bewusst bin, umso größer ist mein Bewusstsein für das grenzenlose Potential der Gesundheit meiner Patienten.

 

Plan B ist, dass Plan A funktioniert

Ich bin mir selbst ziemlich dankbar, diesen Beruf gewählt zu haben und denke, dass ich mir damit einen großen Gefallen getan habe. Mir wird in diesem Leben sehr wahrscheinlich nicht mehr langweilig. Im Nächsten gehe ich dann vielleicht in die Gastronomie und mache irgendwas mit gutem Essen und Trinken: als Pâtissière oder Barkeeperin in einem 5-Sterne-Hotel. Auf jeden Fall auch was Sinnliches. Oder es zieht mich raus in die Natur und ich werde Rinderzüchterin. Bevor ich mir aber darüber Gedanken mache, gibt es noch so einiges in meinem jetzigen Beruf zu entdecken, zu erleben und zu erfreuen.